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Geschrieben am 27. November 2018 von bizmo

Null Toleranz für Gifte

Schadstoffe in Körperpflege- und Kosmetikprodukten

Viele Pflegeprodukte schädigen unsere Haut mehr, als sie ihr helfen und lassen sie vorzeitig altern!

Frauen sind stärker betroffen als Männer, denn sie benutzen täglich viel mehr Pflegeprodukte. Brustkrebs, Allergien, Hormonstörungen, Demenz, Übergewicht, Diabetes, Hauterkrankungen, Alzheimer und viele weitere Erkrankungen werden mit Schadstoffen aus Hautpflege- und Kosmetikprodukten in Zusammenhang gebracht.

Wir nehmen über die Haut mehr Schadstoffe auf als mit dem Essen. Circa 60% der sich im Körper befindlichen Schadstoffe werden über Non-Food aufgenommen!

Es gilt: „Du bist, was du aufnimmst!“

 

Basis-Informationen zu Chemikalien

Relativ gut erforscht ist die Auswirkung von Giften, die in hoher Dosis eingenommen werden. Doch so gut wie unbekannt sind die Auswirkungen von Giften, die in kleinsten Dosen über lange Zeiträume eingenommen werden.

Synthetische Chemikalien bestehen letztlich aus den natürlichen Rohstoffen Öl und Kohle, daher erkennt Sie unser Körper wieder und baut sie in viele Stoffwechselprozesse ein. Doch aufgrund ihrer neuen Eigenschaften (höhere Stabilität, neuartige Strukturen) reagieren sie völlig unnatürlich.

Die Vielzahl der chemischen Verbindungen ist für unseren Organismus ganz neu, d.h. die in der Evolution entwickelten Entgiftungsstrategien greifen bei vielen Chemikalien nicht, der Körper kann sie nicht ausscheiden und so reichen sie sich im Körper an.

 

Inhaltsstoffe

Inhaltsstoffe sind voll zu deklarieren – aber nur ab 1% Menge und auch nur auf Anfrage! – und werden nach Gewichtsanteil in abnehmender Reihenfolge gemäß INCI (Internationale Nomenklatur für kosmetische Stoffe) aufgelistet.

Einige Hersteller verschleiern die Inhaltsliste dadurch, dass Sie für ihre Rezeptur einen besonderen Vertrauensschutz beantragen und sie mit einem 7-stelligen Code auflisten (Beispiele: 506044D oder IAM7788). Aqua und Glycerin kann der Laie noch verstehen, für den Rest muss man fast schon Chemie studiert haben oder sich blind auf den Hersteller und sein Produkt verlassen.

Was ist nun drin in den marktüblichen Pflegeprodukten?
Auf jeden Fall nur ganz wenig Pflege: Absorptionsmittel, Emulgatoren, Duftstoffe, Trübungsmittel, Stabilisatoren, Chelatbildner, Lösungsmittel, Filmbildner, Antischaummittel, Korrosionsschutz, Konservierungsstoffe, Vergällungsmittel, Viskoseregler…

Schätzungen der „United Nation Environment“-Programme zufolge werden weltweit etwa 70.000 verschiedene Chemikalien für Haut-, Körperpflege und Kosmetika eingesetzt und jährlich kommen circa 1.000 neue hinzu! Nur wenige Stoffe sind von den Aufsichtsbehörden ausreichend evaluiert. Die Reaktionen der verschiedenen Stoffe miteinander überhaupt nicht!

 

Der Supergau

Trotzt erwiesener Toxizität handeln die Behörden nicht im Sinne der Gesundheit der Verbraucher.

Bei zunehmend vielen Stoffen liegen aber inzwischen Erfahrungswerte und Studien vor, die ihre Schädlichkeit und Toxizität für Mensch und Umwelt nachweisen. Bei noch mehr Stoffen gibt es die Vermutung, dass sie für den menschlichen Organismus schädlich sind. Diese Studien werden so gut wie nicht zur Kenntnis genommen und die Stoffe dürfen weiter zum Schaden der Verbraucher/innen eingesetzt werden!

Hier geht also wie in der Steinzeit zu, als viele Menschen sterben mussten, um definitiv zu klären, welche Beeren, Knollen und Wurzeln giftig sind!

 

Ist Naturkosmetik sicher?

Es gibt viele verschiedene Siegel und keine einheitliche Definition von „Naturkosmetik“. Bekannte Gütesiegel: EcoCert, BDIH, NaTrue, Cosmos-Standard. Sie und viele andere  Zertifizierungs-firmen wurden von großen Kosmetikherstellern selbst gegründet. Die Siegel spalten sich in unterschiedliche Labels auf und bieten genügend Schlupflöcher für die Verwendung potenziell schädlicher Chemikalien!

Naturkosmetik enthält vielleicht etwas weniger Schadstoffe, doch die Resultate der Produkte stehen oft in keinem Verhältnis zu ihrem Preis. Das gleiche gilt für selbst hergestellte Kometik

 

Mikro-Plastik: Billiger geht’s nicht!

Mikroplastik wird in erschreckendem Ausmaß eingesetzt. Es findet sich in nahezu allen Hautpflege- und Zahnpflegeprodukten: Als Schleifmittel (z.B. bei Peelings), Bindemittel, Füllmittel und Filmbildner! Mikroplastik kann von den Klärwerken nicht herausgefiltert werden. Es gelangt in die Abwässer, in die Ozeane, in die Nahrungskette, in unseren Organismus. Je kleiner die Plastikteilchen, umso mehr Tiere nehmen diese mit der Nahrung auf. Mikroplastik löst Entzündungen aus und zieht weitere Schadstoffe wie ein Magnet an. Es bilden sich „Hotspots“ im Körper.

Weitere Informationen gibt es hier:

http://tinyurl.com/mikroplastik2016

 

Aluminium

Aluminium ist omnipräsent und kommt in Lebensmitteln, Geräten & in zigtausend Artikeln vor. In der Kosmetik wird Aluminium in Form von Salzen, Silikaten und Stearat in Deos, Sonnencreme, Zahnpasta, Trockenshampoo eingearbeitet, in der Kosmetik als reines Aluminium in mattierendem Makeup, schimmernder Bodylotion, Kajalstiften, Mascaras, Eyelinern, Lidschatten und Lippenstiften. Aluminium akkumuliert im Körper. Es lagert sich in Knochen, Lunge und auch im Gehirn an. Es ruft schwere Krankheiten und Schädigungen des zentralen Nervensystems hervor. Im Tierversuch löst es Demenz aus.

In keiner Form kann die Unbedenklichkeit von Aluminium garantiert werden!

 

Phthalate

Dickmacher aus der Cremedose. Phthalate sind Weichmacher, die in sehr vielen Produkten eingesetzt werden, einschließlich Kosmetik und Pflege-produkten. Sie stehen seit langem in der Kritik, doch nach wie vor werden diese Chemikalien massenhaft verwendet. Nachweislich gibt es deutliche Zusammenhänge mit ADHS, Aggressionen, Fehlbildungen der Harnröhre, geistigen Entwicklungsstörungen, Fortpflanzungsschwierigkeiten, erhöhtem Diabetesrisiko, Asthma, Depressionen und Angstzuständen.

Stereotypes Statement der Hersteller: „Die Aufnahmemenge ist für die große Mehrheit der Verbraucher in der Regel so gering, dass kein Gesundheitsrisiko besteht“.

 

Triclosan

Bakterienkiller mit Kollateralschäden. Triclosan ist eingestuft als „Kontaktallergen“. Es dringt in die Haut ein und reichert sich im Fettgewebe an. 2010 berichtete das Deutsche Ärzteblatt, dass Triclosan im Tierversuch Veränderungen bei den Schilddrüsenhormonen auslöste. Bei Mäusen wurde die Schwächung des Herzmuskels nachgewiesen. Triclosan hat antibiotische Wirkung und tragen nachweislich zur Bildung resistenter Keime bei, sogenannter „Super-Erreger“, die nicht mehr zu bekämpfen sind.

Triclosan kommt in vielen Produkten vor und ist nur schwer biologisch abbaubar. Daher stellt Triclosan ein gravierendes Umweltproblem dar!

 

Paraffine

Von Pflege kann keine Rede sein. Paraffine ist eine Sammelbezeichnung für unzählig viele synthetisch hergestellten Stoffe. Meist werden sie aus Erdöl-Abfallprodukten hergestellt. Sie werden als Ersatz für hochwertige pflanzliche Öle verwendet. Paraffine stecken in billigen Hautpflegeprodukten, aber auch in sehr teuren Markenlabels! Sie bilden auf der Haut einen wasserundurchlässigen Film, verhindern die Eigenregeneration der Haut und trocknen sie auf Dauer aus. Die Ausbildung von Hautunreinheiten wird unterstützt, da überschüssiger Talg durch die verstopften Poren nicht mehr abfließen kann.

Paraffine sind biologisch tot und können daher biologisch nicht mehr abgebaut werden!

 

Fluoride

Wie aus Sondermüll „Gesundheitsvorsorge“ wurde… Fluoride sind ein Abfallprodukt der Stahlproduktion. Sie fallen auch in industriellen Rauchgasfilteranlagen und bei der Kohleverbrennung in Kraftwerken in großer Menge an. Diese „Abfallprodukte“ werden a) als Gips, b) als Dünger und c) als Gesundheitsstoff weitergenutzt. Sie kommen in unzähligen Alltagsprodukten vor, so dass kein Mensch mehr die Fluoridmenge, die er zu sich nimmt, kontrollieren kann.

Der Kariesschutz von Fluorid ist ein Mythos! Belegt sind hingegen viele schwere Gesundheits- und Umweltschäden, die durch Fluoride verursacht werden: Schädigungen des Gehirns, vorzeitige Alterung, Krebs, Schilddrüsenerkrankungen, Nieren- und Leberschäden, etc.

Dr. Dean Burk vom National Cancer Institut (Nationales Krebsinstitut der USA) sagt: „Fluorid verursacht häufiger und schneller Krebs beim Menschen als jede andere chemische Substanz.“

 

Sodium Laureth Sulfate (SLES)

Ein gefährlicher Trick: Sodium Laury Sulfate (SLS) löst die aggressiven ab, weil SLES „weniger reizend“ sind.

Diese Substanz ist aber keineswegs „harmloser“, sondern entsteht durch einen gefährlichen chemischen Trick – die Ethoxylierung – bei dem Alkohole, Phenole & Amine mit dem krebs-erregenden Erdölderivat Ethylenoxid reagieren!  Abhängig von der verwendeten Konzentration können Hautirritationen entstehen. Menschen mit empfindlicher Haut reagieren verstärkt darauf. Kann Kontaktdermatitis auslösen (verzögerte Wirkung) und Haut und Schleimhäute austrocknen. Kann 1,4-Dioxan enthalten!

Krebserregend oder nicht? Der Ausgangsstoff für SLES kann Dietholamin enthalten, das in Verbindung mit nitrosierenden Substanzen das krebserregende Nitrosamin bilden kann.

 

Besonders „milde“ Produkte für Babys, Kinder und Allergiker

Wenn ein Shampoo das Baby nicht zum Weinen bringt, dann könnte es sehr gut daran liegen, dass in das Shampoo ein lokalanästhetischer Stoff eingearbeitet wurde!

Die Firma Henkel hat dieses Patent eintragen lassen, das als Lokalanästhetikum geführt wird. Die angegebenen Einsatzgebiete lauten aber: „Lokalanästhetischer Wirkstoff in therapeutischen Zubereitungen zur Behandlung des menschlichen Körpers und als reizmindernde  Komponente zur Pflege und Reinigung der Haut und der Haare.“

 

Duftstoffe, die zum Himmel stinken

Synthetische Moschusverbindungen verbergen sich hinter den Bezeichnungen „Parfum, Fragrance, Flavour, Aroma“. Nur der Hersteller weiß Näheres…

Synthetische Moschusverbindungen stehen schon lange im Verdacht, krebsausösend zu sein. Einige dieser Verbindungen sind aufgrund ihrer Gefährlichkeit inzwischen verboten, viele jedoch nicht.  Andere Duftstoffe wie Citronell, Citral, Geraniol, Eugenol, Linalool, Limonene, Isoeugenol, Coumarin, Cinnamal… sind bekannte Allergieauslöser und können Asthma begünstigen.

 

Interessante und weiterführende Literatur zu diesem Thema:

Dr. med. Paula Baillie-Hamilton („Die Detox-Diät“)

Marion Schimmelpfennig, Autorin und Expertin für Schadstoffe in Kosmetik („Giftcocktail Körperpflege“)

 

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