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Topf auf dem Herd
Geschrieben am 9. Dezember 2018 von bizmo

Groovy Black Food

Eis, pechschwarze Burger, Pommes oder Smoothies – alles gibt es auch in schick schwarz. In den USA und Japan ist black food schon seit einiger Zeit en vogue, in Deutschland starten die ersten Black Food Festivals. Für das Auge kann black food so richtig cool sein und am Geschmack ändert sich beim Essen nichts. Warum also nicht?

Ein paar Hinweise dazu: Um das Essen schwarz zu färben kommt unter anderem Aktivkohle zum Einsatz. Diese wird durch die Veraschung von pflanzlichen Bestandteilen wie Kokosnussschalen, Bambus, Torf oder Holz hergestellt. Aktivkohle ist in der EU als Lebensmittelfarbstoff beispielsweise in Lakritz, Marmeladen oder Fruchtsaftkonzentraten zugelassen.

Etwas kritisch ist, dass einige Hersteller die Aktivkohle als „Black Detox“ vermarkten, also Black food mit gesundheitlichen Vorteilen bewerben.  Man könnte so auf den Gedanken kommen, dass Burger und Eis in schwarz eine super gesunde Angelegenheit sind. Aktivkohle wird tatsächlich bei Vergiftungen eingesetzt, um die Gifte im Magen zu binden. Doch neben tatsächlichen oder angeblichen „Giften“ bindet die Aktivkohle auch Vitamine, Mineralstoffe oder Medikamente wie etwa die Anti-Baby-Pille und befördert diese ebenfalls direkt mit aus dem Körper. Dem Körper gehen bei regelmäßigem Verzehr von Aktivkohle wertvolle Nährstoffe verloren und die Wirkung von Medikamenten kann beeinträchtigt werden. Zuviel davon führt auch zu Verstopfungen und im Extremfall auch zu Darmverschluss.

Doch wer sich aber hin und wieder einen Black Burger gönnt oder weiße Mayo auf schwarzen Pommes just for fun, der macht nichts falsch!

Eis und die Sauce für Burger werden übrigens mit Sepia –Tintenfischtinte – gefärbt, die während der Herstellung untergemischt wird. Diese vertragen manche Leute nicht und reagieren allergisch drauf. Daher auf das Label achten.

Nur so als Anregung: Wer schwarzes Essen ein aus optischen Gründen – als Food-Design – anrichten möchte, dem stehen auch ganz natürliche Lebensmittel zur Verfügung wie schwarzer Reis, schwarze Bohnen, Brombeeren, schwarze Johannisbeeren, Schwarzkirschen, Bitterschokolade, Kaviar.

Doch black ist beautiful und daher hier ein Rezept für einen

Gesunden Schwarzen Smoothie.

Dieser gelingt ganz ohne Kohle mit dunklem Obst und Gemüse, deren Farbe auf sekundäre Pflanzenstoffe (Anthocyane) zurückzuführen ist. Dafür sind schwarze Johannisbeeren, Brombeeren, blaue Trauben, Auberginen, Blaukraut und Rote Beete gut geeignet. Das pürierte Obst und Gemüse wird mit Wasser verdünnt und mit etwas Kokosöl, Ingwer, Muskat und einer Prise Salz abgeschmeckt – schon ist der schwarze Smoothie fertig.

 

 

 

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