LifeHACKCommunity

Blog durchstöbern

Plastikmüll
Geschrieben am 26. Oktober 2018 von bizmo

Bye, bye Plastik

Nun wird es Zeit, sich mit dem Gedanken an ein Leben zu befassen, in dem Plastik nicht mehr angesagt ist. Denn die EU hat vor kurzem abgestimmt, dass Plastik in Zukunft reduziert werden soll, um die Umwelt zu schützen. Bestimmte Einweg-Plastik- Produkte sollen sogar ganz verboten werden. Darunter fallen z.B.: Trinkhalme, Plastikbesteck, Plastikteller, Luftballonstäbe, Rührstäbchen für den Kaffee, dünne Plastiktüten, Wattestäbchen mit Plastikverbindung, Verpackungen wie zum Beispiel die weißen Boxen für Essen zum Mitnehmen. Plastikprodukte, für die es noch keine guten Alternativen gibt, sollen zumindest reduziert werden. Das gilt vor allem für Lebensmittelbehälter wie Obst- und Gemüseverpackungen, Dessert- und Eisbecher oder Plastikbehälter für Sandwiches. Bis diese Gesetze verabschiedet und EU-weit umgesetzt werden, können noch 3-5 Jahre ins Land ziehen. Je mehr Menschen sich ab sofort darum bemühen, weniger Plastik im Alltag zu gebrauchen, umso besser für uns alle. Daher hier ein paar einfache Vorschläge:

Coffee to Go im Thermobecher

Alleine in Deutschland werden pro Stunde etwa 320.000 Einweg-Becher verbraucht. Meistens sind die Coffee to Go-Becher außen aus Pappe, sind aber innen mit einer dünnen Plastikschicht bezogen und der Deckel ist fast immer aus Plastik. Wenn es unbedingt Kaffee to Go sein muss, lasst ihn euch lieber in einen wieder verwendbaren Thermobecher füllen.

Seife am Stück nehmen

Flüssigseife ist bequem und praktisch, aber, wenn der Plastikspender leer ist, landet er im Müll. Etwas besser ist es, den Seifenspender nachzufüllen. Doch auch ohne Plastik wäscht man sich hervorragend: einfach mit einer Seife am Stück.

Biologisch abbaubare Zahnbürsten

Für alle, die auf Plastik auch im Mund verzichten wollen: Für plastikfreie und plastikreduzierte Zahnbürsten gibt es gleich mehrere Möglichkeiten: Bambus-Zahnbürsten mit Borsten aus biologisch abbaubarem Nylon, oder die Swak-Zahnbürste aus Bio-Plastik und Miswak.

Auch bei der Zahnseide findet man gute Sorten: Es gibt sie aus natürlichen Materialien wie Seide und Bienenwachs, ganz ohne Plastik.

Leitungswasser statt Plastikflaschen

Wasser in Plastikflaschen muss wirklich nicht sein. Und ein Leben ohne Plastik ist hier ganz einfach: Leitungswasser, am besten gefiltert. Wer sein Leitungswasser filtert und auf eine Trinkflasche umsteigt, spart so jede Menge Plastikmüll ein – und schont gleichzeitig seine Gesundheit, denn PET-Flaschen enthalten oft jede Menge an Schadstoffen.

Kochlöffel aus Holz

Was spricht gegen Omas Kochlöffel und Pfannenwender aus Holz? Viele halten Plastik für hygienischer, doch aus dem Kunststoff können sich – insbesondere bei billigen Küchenutensilien – leicht winzige Partikel und Schadstoffe lösen, die dann im Essen landen. Holz ist weniger problematisch in Herstellung und Entsorgung, hält oft länger und gibt keine schädlichen Stoffe ab.

Plastikfreie (zumindest fast) Rasierer

Einweg-Rasierer lassen die Müllberge unnötigerweise anwachsen. Selbst ganz „normale“ Plastik-Nassrasierer produzieren Müll. Es gibt aber gute Alternativen: Rasierer aus langlebigem Holz oder Metall – zwar muss man hier dennoch hin und wieder die Klinge auswechseln, doch es entsteht deutlich weniger Plastikmüll.

Leere Schraubgläser nutzen

Schraubgläser können zum Beispiel Frischhaltefolie, Alufolie, Plastiktütchen oder billige Plastikdosen ersetzen. Du kannst Lebensmittel darin lagern, dein Mittagessen transportieren oder sie als Ordnungssystem für deinen Kleinkram verwenden.

Milch und Joghurt im Glas

Milch kauft man üblicherweise im Getränkekarton und Joghurt im Plastikbecher. Doch diese Milchprodukte gibt es in fast allen Supermärkten auch in Mehrweg-Gläsern und -Flaschen zu kaufen.

Weniger Verpackung für Shampoo & Duschgel

Duschgel und Shampoo sind fast ausnahmslos in Plastikflaschen verpackt. Hier gibt es leider nur sehr wenige Alternativen: Nachfüllpackungen helfen zumindest, den Plastikmüll zu reduzieren. Einige wenige Hersteller bieten Duschgel ohne an. Besser und völlig plastikfrei sind Naturseifen für Körper und Haare. Plastikfreie Läden bieten Duschgels und Shampoos zum selbst Abfüllen sowie feste Seifen an.

Gemüse ohne Verpackung

Es ist schon irgendwie absurd, dass gerade frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse oft in Plastik eingeschweißt oder verpackt sind. Für Umwelt und Gesundheit ist es besser, wenn wir Obst und Gemüse lose einkaufen oder nur in Papier verpacken. In gut sortierten Bioläden, beim Gemüsehändler, auf dem Wochenmarkt oder in regionalen Öko-Kisten bekommt man das Gemüse plastikfrei ausgehändigt.

Brotdosen aus Edelstahl, Glas und Holz

Wer sein Essen für unterwegs in Brotdosen einpackt, spart jede Menge Verpackungsmüll und macht schon vieles besser. Zur „Tupperdose“ gibt es viele tolle Alternativen: Brotboxen aus Edelstahl, Glas und sogar Holz sind langlebig, schadstofffrei und einfach schön.

Lebe ohne Plastiktüten

Dass Plastiktüten ein Umweltproblem sind, ist inzwischen fast jedem klar. Im Supermarkt oder Drogeriemarkt sind Plastiktüten kinderleicht zu ersetzen: Die besten Alternativen sind fast endlos wieder verwendbare Stofftaschen. Die bringt man einfach zum Einkaufen mit.

Fertiggerichte vermeiden

Die meisten Fertiggerichte stecken nicht nur voller künstlicher Zusatzstoffe und verstecktem Zucker, sondern auch in jeder Menge Kunststoff. Gesund und lecker ist etwas anderes. Koche also lieber frisch.

 

Wer sich weiter und gründlicher informieren möchte, dem sei das Buch: „Besser leben ohne Plastik“ von Nadine Schubert und Annelies Bunk empfohlen (oekom Verlag, ISBN: 978-3-86581-784-6 für 12,95€).

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

drei + 16 =